von Fritz-Albert Popp
Neuheit in der Medizin:
Dank einer neuen Methode kann jeder
prüfen, wie gesund er (noch) ist, und welche Fähigkeiten er
hat, Erkrankungen gezielt zu überwinden. Dieses Verfahren ist nun,
nach 25-jähriger Erprobung, praktisch einsetzbar:
Alle geläufigen Diagnoseverfahren decken beim Patienten spezifische
und individuelle Abweichungen von Normbefunden auf, die man bekannten
Krankheitsbildern zuordnet. So stellt die Röntgendiagnostik bei bestimmten
optischen Auffälligkeiten der Röntgenaufnahme zum Beispiel Tumorerkrankungen
fest. Blut- und Urinanalysen weisen im Fall biochemischer Besonderheiten
auf Stoffwechselstörungen, Vergiftungen, Diabetes oder gar Aids hin.
Die medizinische Diagnostik vermag heute mit hohem technischen Aufwand
praktisch jede Krankheit zu erkennen und oft schon im Vorstadium auch
zu "bekämpfen". In der Lage, latente Erkrankungen auszuschließen,
selbst dann, wenn überhaupt keine Auffälligkeiten festzustellen
sind, ist die medizinische Diagnostik allerdings bis heute nicht. Auch
vermag sich nicht zu erkennen, über welche Potentiale der Patient
verfügt, um erkannte oder auch nicht erkannte Krankheiten durch Selbstheilungskräfte
zu überwinden.
Fanale sind Spontanheilungen bei Krebserkrankungen, die deshalb nicht
gezielt angeregt werden können, weil die Ursachen unerkannt und den
Methoden nicht zugänglich sind.
Nun aber gelingt es erstmals, regulative - und damit essentielle - Abweichungen vom ideal gesunden Zustand schnell, zuverlässig und ohne Belastung des Patienten zu messen.
So ist zu erkennen
Diese einzigartige Regulations-Diagnose motiviert sowohl den Patienten als auch den Arzt, den beliebig oft wiederholbaren und gut verständlichen Einblick in die individuelle Regulationsfähigkeit zu nutzen, um geeignete schonende Therapien auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und erfolgreich einzusetzen. Das ist ein erster wichtiger und idealer Weg zur praktischen Nutzung der Selbstheilungskräfte.
Die Diagnose beruht auf der Erkenntnis, daß nicht allein das Immunsystem - wie oft geglaubt wird -, sondern ein überlagertes ideal organisiertes elektromagnetisches Feld eben jene Selbstheilungskräfte erzeugt und optimiert. Eingebettet in diese umfassende Regulation, die alle Teile des Lebewesens miteinander verbindet, sind neben der Immunabwehr zum Beispiel Reparaturmechanismen, aber auch die "Psyche". Unser Wissen über die genauen Mechanismen dieses kohärenten Regulationsfeldes steckt zwar noch in der Anfangsphase. Aber was heute bereits gesichert ist (1 - 4) , kann auch sofort in die praktische Nutzung umgesetzt werden.
So wissen wir genau, daß dieses übergeordnete Feld nicht einem "additiven", sondern einem "multiplikativen" Gestaltungsprinzip folgt . Das wurde bereits 1950 zum Beispiel von Gebelein & Heite (5) erkannt und damals in der Klin.Wschr. publiziert. Konkret bedeutet das, daß die Wahrscheinlichkeit, eine Reihe von bestimmten physiologischen Werten (Blutdruck, Pulsfrequenz, Medikamentenverträglichkeit, Leitfähigkeitswerte der Haut,....) zu messen, keiner Zufallsverteilung ("Gaußkurve", Normalverteilung) unterworfen sein kann, sondern im Idealfall perfekter Regulation einer sogenannten logarithmischen Normalverteilung folgen muß (4,6). Eine einfache Herleitung für den mathematisch interessierten Leser geben wir im Anhang.
Mißt man eine hinreichend große Vielzahl physiologischer Werte - zum Beispiel Leitfähigkeitswerte beliebiger Stellen der Haut - ,dann darf die Häufigkeit, mit der diese Meßwerte auf der Haut registriert werden, nicht der rein zufälligen Gaußkurve folgen. Sie muß sich bei gesunden Menschenl einer Log-Normalverteilung anpassen. Abweichungen von der Lognormalverteilung bedeuten Abweichungen vom ideal gesunden Zustand.
Diese Methode ist wissenschaftlich fundiert. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Elektroakupunktur, schon deshalb nicht, weil die Werte bei dieser neuartigen Diagnostik völlig zufällig an beliebigen Punkten der Haut gemessen werden können. Anstelle der Meßwerte selbst interessiert die Häufigkeit, mit der diese rein zufällig gemessenen Werte auftreten.
Die Abb.1 bestätigt die Richtigkeit und Präzision der Aussagen: Bei einer Vielzahl gesunder Probanden, von denen eine unwissende neutrale Testperson an willkürlich ausgewählten Stellen der Haut 18 000 Leitfähigkeitswerte registrierte, wurde die Häufigkeit errechnet, mit der diese Werte auftraten.. Die Verteilungskurve stimmte erstaunlich gut mit der physiologischen Log-Normalverteilung überein und wich mit extrem hoher Signifikanz von der Zufallsverteilung (Gaußkurve) ab. Damit ist die Richtigkeit der Theorie im Einklang zum heutigen Lehrbuchwissen der "Schulmedizin" bestätigt.

Abb.1: Bei 18 000 Punktwerten der Leitfähigkeit, die bei relativ gesunden Probanden gemessen wurden, errechnet man die Häufigkeit, mit der die gemessenen Punktwerte auftreten. Nach Normierung der Zahl der Messungen auf den Wert 1 beschreibt jeder aufgetragene Punkt die Wahrscheinlichkeit (Ordinatenwert), mit der ein entsprechender Leitfähigkeitswert (zwischen den jeweils auf der Abszisse aufgetragenen benachbarten Leitfähigkeitswerten) bei den Probanden auftreten. Wie die klare und hoch signifikante Abweichung der Punkte von der Gaussverteilung belegt, folgt die Wahrscheinlichkeit, die Meßwerte bei den gesunden Probanden anzutreffen, mit Sicherheit keiner Zufallsverteilung (Gaussverteilung bzw. Normalverteilung). Dagegen ist eine überraschend gute Übereinstimmung zur Log-Normalverteilung (links-symmetrische Kurve) klar erkennbar.
Umgekehrt trifft es natürlich auch zu, daß Abweichungen von der Log - Normalverteilung entsprechende Abweichungen von der idealen Regulation signalisieren, also Art und Schwere einer Erkrankung anzuzeigen vermögen. Das haben wir in den letzten 25 Jahren immer wieder belegt.
Konkret bedeutet das: Registriert man die Leitfähigkeitswerte L hinreichend vieler und beliebiger Hautstellen des Menschen - so zum Beispiel an zufällig ausgewählten Punkten der Innen- und Außenflächen der beiden Hände - dann stellt unser Software-progamm innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde die Häufigkeitsverteilungen h(L) grafisch dar. Die Abweichungen und Übereinstimmungen zur Lognormalverteilung und zu einer reinen Zufallsverteilung zeigen eindeutig auf, wie gut das Regulationssystem des Patienten funktioniert und wie weit es von dem Zustand absoluter Unfähigkeit zur Regulation entfernt ist.
Nicht erwarten sollte man, daß ein Patient stets die gleichen Kurven liefert - die Regulationslage kann unter Umständen stark schwanken. Das ist Realität und nicht etwa Fehlerquelle. So kann aus einem positiven Kurvenverlauf nicht der falsche Schluß gezogen werden, daß der Patient kerngesund ist. Selbst Tumorpatienten haben (glücklicherweise) kein völlig zusammengebrochenes Regulationssystem. Im Gegenteil, die Nutzung der positiven und negativen Phasen bei Tumorpatienten kann ein wichtiges Kriterium für eine gezielte Therapie werden. Der Therapeut sollte bereit sein, die Anzeigen der Regulationsdiagnostik ernst zu nehmen und ihr nicht vorschreiben, was heraus zu kommen hat. Ein neues Fenster liefert immer auch neue Erkenntnisse und erschöpft sich nicht in der Bestätigung alter Vorurteile.
Die Abbildungen 2 und 3 dokumentieren einige
typische Beispiele.
Praktischer Einsatz der Methode.
Mathematischer Hintergrund:
Ein additives Gestaltungsprinzip bedeutet, daß die Gesamtwahrscheinlichkeit Wges, entweder einen physiologischen Wert W1, oder W2, oder W3, ....., oder Wn zu registrieren, gleich der Summe dieser Zufallswerte W1, W2, W3, ...., Wn ist:
Wges = W1 + W2 + W3 + ... + Wn Gleichung (I)
Da die Wi, i=1,2,3, ...,n reine Zufallswerte sind, folgen sie nach dem Grenzwertsatz der Statistik einer Gaußverteilung (Normalverteilung).
Ein multiplikatives Gestaltungsprinzip bedeutet, daß alle physiologischen Werte nicht mehr unabhängig voneinander auftreten, sondern so eng aufeinander abgestimmt sind, daß sie sich gegenseitig bedingen. Die Gesamtwahrscheinlichkeit Wges für ein Ereignis kann nun nicht mehr gleich der Summe der zufälligen Einzelereignisse W1, W2, W3, ....Wn sein, sondern unterliegt der Bedingung, daß sowohl W1 als auch W2, als auch W3, ...., als auch Wn auftreten. Nach den Regeln elementarer Statistik folgt daraus, daß
Wges= W1×W2×W3×...×Wn, also gleich dem Produkt der zufälligen Einzelereignisse ist.
Nach den Regeln elementarer Mathematik ist log(ab) = log(a) + log(b). Konsequenterweise folgt
log (Wges) = log (W1) + log (W2) + log (W3) + ... + log (Wn) Gleichung (II)
Da die Wi (i=1,2,3,...,n) rein zufällige Meßwerte darstellen,
müssen sie konsequenterweise einer Log-Normalverteilung anstelle
der Normalverteilung nach Gleichung (I) folgen.
Im Fall idealer Organisation sind physiologische Meßwerte log-normal-verteilt.
Erst dann, wenn die Regulation zusammen bricht, sind die physiologischen
Meßwerte normal verteilt.
Wie wir zeigten (1-4), läßt sich diese ideale Steuerung auf
ein kohärentes elektromagnetisches Feld zurückführen.
Literatur
(1) F.A.Popp: About the Coherence of Biophotons. In: Macroscopic Quantum
Coherence ( E.Sassaroli, Y.Srivistava, J.Swain & A.Widom, eds.), Proc.
of an International Conference (MIT, Boston-University) 1997, World Scientific
Singapore-New Jersey-London 1998, pp.130-150.
(2) F.A.Popp and L.Beloussov: Integrative Biophysics, Kluwer Academic
Publishers, Dordrecht-London 2003.
(3) F.A.Popp, J.J.Chang, A.Herzog, Z.Yan and Y.Yan: Phys.Lett.A. 293 (2002),
98-102.
(4) C.L.Zhang and F.A.Popp: Log-Normal Distribution of Physiological Parameters
and the Coherence of Biological Systems. In: Current Development of Biophysics
(C.L.Zhang, F.A.Popp and M.Bischof, eds.), Hangzhou-University Press 1996,
pp.102-111.
(5) H.Gebelein und H.J.Heite: Klin.Wschr.28 (1950), 41.
(6) L.Sachs: Statistische Auswertungsmethoden. Springer, Berlin 1969.
(7) s.z.B.
www.biophotonik.de
(summerschool).